Leserbriefe 2019

Mit NELA zurück zur US-Führungsrolle in der Kernenergie

Letzte Woche ist etwas geschehen, von dem man bis dato nirgends etwas in der Presse gelesen hat: Eine 15-köpfige Gruppe von demokratischen und republikanischen Abgeordneten des amerikanischen Senats hat den „Nuclear Energy Leadership Act“ (NELA) präsentiert. Es handelt sich dabei um einen Gesetzesentwurf der private und staatliche Anstalten, die sich mit der Entwicklung von fortschrittlichen Reaktoren der nächsten Generationen befassen, zusammen bringen will.

Die US-Gesetzgeber wollen dabei sowohl Russland wie auch China die Führungsrolle auf dem Gebiet der friedlichen Kernenergienutzung streitig machen. Die Präsidentin der Gruppe, Senatorin Lisa Murkowski aus Alaska, nannte als Hauptziele: zuverlässige und preisgünstige Elektrizitätsversorgung. Sie betrachtet die Kernenergie ausserdem als eine der besten Optionen zur Erreichung der Klimaziele.

Was in USA gilt wäre selbstverstänlich auch für die Schweiz richtig. Leider machen wir gegenwärtig das Gegenteil. Statt bei der Entwicklung von neuen inhärent sicheren Reaktoren mit von der Partie zu sein, freuen wir uns an völlig nutzlosen Schülerdemonstrationen und wollen die sukzessive ausser Betrieb zu nehmenden Kernkraftwerke mit gasbetriebenen Kombianlagen oder in zunehmendem Masse mit Dreckstrom aus Deutschland ersetzen.

Hans Rudolf Lutz, alt Kantonsrat, Lostorf 3. März 2019

Der Wind, der Wind – das himmlische Kind

Am vergangenen Sonntag (17.03.19) hatten die schweizerischen Elektrizitätswerke Weihnacht. Sie verdienten zwischen 00.00 Uhr und 18.00 Uhr rund 6 Millionen CHF mit dem „Kauf“ deutschen Windstroms. Kaufen hiess in diesem Fall, einfach kassieren, weil der Preis negativ war. Etwa minus 12 Rappen pro Kilowattstunde. Dieses Geschäft wurde wegen 4 Faktoren möglich.

  1. Die Windstärke erreichte im besagten Zeitintervall sehr hohe (aber nicht zu hohe) Werte
  2. Strom aus Windrädern hat in Deutschland Priorität bei der Einspeisung ins Netz. Wenn zu viel produziert wird, müssen konventionelle Kraftwerke wie Kohle-, Braunkohle- und Gaskraftwerke zurückfahren damit das Netz nicht überlastet wird. Andernfalls könnte ein landesweiter Blackout geschehen.
  3. An Sonntagen ist der Strombedarf in praktisch allen Ländern tief. Industrie und Gewerbe ruhen.
  4. Die Schweiz besitzt die grössten Möglichkeiten Strom zu speichern. Nämlich mit Pumpspeicherkraftwerken oder durch Nichtgebrauch von Wasser in alpinen Speicherseen. Man konnte diese Fakten sehr deutlich montags und dienstags im Schweizer Strommix ablesen, wie alles ws ich eingangs aufgeführt hab: auf der website www.electricityMap.org

Und, wer bezahlte die 6 Millionen? Ja, Sie haben richtig geraten: der deutsche Stromkonsument, der die Alternativenergien Wind und Photovoltaik subventioniert.

Mit 27 Milliarden Euro pro Jahr!

Hans-Rudolf Lutz, a. Kantonsrat, Lostorf 19. März 2019