Leserbriefe 2016 – 2017

Stromvernichtung als „innovatives“ Geschäftskonzept

Wohin das neue Energiegesetz führt, hat uns letzte Woche Alpiq drastisch vor Augen geführt. Ein Riesenboiler, elegant als „Power-to-Heat-Anlage“ bezeichnet, muss in den Sommermonaten den überschüssigen, stark subventionierten Solar- und Windstrom vernichten. Aus rein physikalischen Gründe macht die Anlage Sinn, denn Blackouts im Stromnetz gibt es sowohl bei zu kleiner wie auch bei zu grosser Stromproduktion.

Aber, was einem die Galle hochsteigen lässt, ist erstens die Tatsache, dass der zu vernichtende Stromanteil massiv auf unsoziale Art (Mieter bezahlen – Begüterte profitieren) gefördert wird und zweitens, dass in einer Reihe von Kantonen, zu denen auch Solothurn gehört, neue Elektroheizungen verboten sind.

Ich habe die sog. „Energiewende“ in Deutschland und in der Schweiz als Jahrhundertunsinn bezeichnet. Mit der nun von Alpiq installierten „Stromvernichtungsanlage“ bei der Strom in nutzlose Wärme vom Mai bis zum September umgewandelt wird, kann ich nur hoffen, dass das Schweizer Volk meine Meinung teilt, und am 21. Mai diesem grotesken Unsinn eine klare Abfuhr erteilt.

Hans Rudolf Lutz, alt Kantonsrat, Lostorf, OT vom 23. April 2017

 

 

Verfehlte Energiestrategie 2050 – Abstimmung vom 21. Mai

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde

Die „Energiestrategie 2050“, die am 21. Mai unter dem harmlosen Namen „Energiegesetz“ zur Abstimmung kommt, ist ein garstiges Gesetzespaket, das die Energie-, insbesondere die Stromlandschaft radikal umgestalten will. Es ist ernüchternd, in diesem wirren Paket von zwölf Gesetzen nachzulesen, mit welchem Eifer die Bundesbürokraten unsere Energieversorgung über Vorschriften und Verbote, Steuern und Subventionen bis ins Jahr 2050 in den Griff bekommen wollen. Dieses Machwerk ist nicht Ausdruck praktischer Vernunft, sondern zeugt von naivem Glauben an die Machbarkeit staatlicher Planwirtschaft.

Auf die gravierenden inneren Widersprüche des Gesetzespakets sei hier nochmals hingewiesen:

  • Es untergräbt die Stabilität unserer Stromversorgung, indem es die Grundlastkraftwerke auslaufen lässt und die Verzettelung der Produktion antreibt;
  • um fehlenden Strom zu ersetzen, nimmt es den Neubau von fossilen Kraftwerken und den Import von Kohlestrom in Kauf, was dem Klimaschutz zuwider läuft;
  • mit dem ideologisch motivierten Technologieverbot verpasst es die CO2-freien nukleartechnischen Neuerungen und fällt zurück in alte Zeiten, als man Absinthe, Klöster und Spielbanken verbot;
  • es fördert in grossem Stil unrentable Produktionsarten und verzerrt damit den durch deutsche Milliardensubventionen bereits verfälschten Strommarkt noch weiter;
  • es missachtet den Natur- und Landschaftsschutz, indem es den Bau von Windrotoren und Solarplantagen in geschützten Jura- und Alpengebieten zulässt, ebenso die Verbauung der letzten noch frei fliessenden Bäche.

Ein derart unvernünftiger und widersprüchlicher Eingriff in unsere seit Jahrzehnten bewährte Stromversorgung lässt sich nicht rechtfertigen.

Diese Widersprüche wären nicht aufgetreten, wenn Bundesrat und Parlament den Energieartikel in der Bundesverfassung respektiert hätten, welcher für die Energieversorgung folgende Kriterien statuiert (Art. 89):

  • „ausreichend“: Mangellagen durch wegfallende Kapazitäten sind zu vermeiden; die Stabilität der Versorgung darf nicht geschmälert werden;
  • „breit gefächert“: ideologisch motivierte Technologieverbote haben keinen Platz;
  • „sicher“: die Betriebssicherheit der Anlagen ist zu gewährleisten;
  • „wirtschaftlich“: der Aufbau einer Subventionswirtschaft ist nicht zulässig;
  • „umweltverträglich“: die geschützten Naturlandschaften sind integral zu erhalten; der Ausbau fossiler Anlagen sowie der Import von Kohlestrom dürfen nicht begünstigt werden.

Damit der Weg frei wird für eine vernünftige, verfassungskonforme und widerspruchsfreie Energiepolitik, empfehle ich euch das „Energiegesetz“ am 21. Mai zur Ablehnung.

Mit freundlichen Grüssen

Olivier Robert
Dr. iur. Rechtsanwalt
5430 Wettingen

 

Energiegesetz: sicher, sauber, schweizerisch?

Im OT vom 23. März 2017 hat Frau Bundespräsidentin Doris Leuthard das Energiegesetz, über das wir am 21. Mai abstimmen, mit dem Prädikat „sicher, sauber, schweizerisch“ bezeichnet. Ich werde trotzdem im Mai ein überzeugtes NEIN in die Urne werfen, und zwar vor allem deshalb, weil unsere bis anhin weltweit fast einmalig saubere Stromversorgung durch eine dreckige ersetzt werden soll. Mit unserem Strommix 60% Wasserkraft und 40% Kernenergie betrug die CO2-Belastung pro Kilowattstunde 3 bis 6 Gramm. Wenn die Kernkraftwerke stillgelegt sind, müssen sie, wie das (schlechte) Beispiel Deutschland zeigt, durch fossile Kraftwerke (Braunkohle, Steinkohle, Oel oder Gas) ersetzt werden.

Sie glauben das nicht? Dann klicken Sie doch im Internet mal die „website“ www.electricitymap.org an. Dort können Sie die momentane Stromversorgungs-situation in Europa hinsichtlich ihres Anteils an fossil erzeugtem Strom ablesen. So sah die CO2-Belastung pro Kilowattstunde in Gramm am 23.März 2017 wie folgt aus:
Deutschland 503, Frankreich 85, Österreich 265, Italien 398, Estland 1264, Norwegen 15(!) und die Schweiz 244 (30% fossiler Anteil!). Von sauberem Strom in der Schweiz kann also schon jetzt keine Rede sein. Hauptgrund dafür sind die in der „website“ ersichtlichen Importe von „Dreckstrom“ aus Deutschland. Er ist wegen der tiefen CO2-Preise eben sehr günstig und unsere Elektrizitätswerke profitieren davon. Wenn alle unsere Kernkraftwerke einmal abgestellt sind, werden wir uns bei tiefem Wasserstand in den Speicherseen dem „Dreckindex“ von Deutschland annähern.

Sie möchten dies verhindern? Dann machen Sie es so wie ich:
„Im Mei säge-n-ig Nei!“

Hans-Rudolf Lutz, Lostorf 24. März 2017

 

Energietechnische Gründe gegen die Atomausstiegsinitiative

Das schweizerische Übertragungsnetz und dessen Grenzleitungen
Das schweizerische Stromnetz besteht aus verschiedenen Netzebenen, welche unterschiedliche Spannungen aufweisen. Die höchste Netzebene bildet das Übertragungsnetz, dessen Übertragungsleitungen mit sehr hohen Spannungen von 220 kV oder 380 kV betrieben werden. Aufgrund der hohen Spannungen haben die Übertragungsleitungen grosse Übertragungskapazitäten und können die von den Grosskraftwerken erzeugte elektrische Energie über lange Distanzen mit wenig Transportverlusten zu den Verbraucherzentren transportieren. weiterlesen PDF Dokument

Monika Ruh, Vorstandsmitglied „energiesuisse.net“

 

Giftiger Atommüll?

Unter einem Gift versteht man eine Substanz, die, wenn man sie einnimmt oder einatmet, den Körper schädigen oder zum Tod führen kann. Deshalb werden giftige Stoffe sehr restriktiv von der Öffentlichkeit ferngehalten. Verfestigte (verglaste oder einbetonierte) hoch radioaktive Abfälle sind nicht giftig. Sie sind immer in starke Abschirmungshüllen eingeschlossen. Man kann sie z.B. im zentralen Zwischenlager in Würenlingen (ZWILAG) besichtigen. Die Transport- und Lagerbehälter, in denen die hochaktiven Abfälle für 30 bis 40 Jahre zwischengelagert werden, können ohne Probleme berührt werden. Sie sind an der Oberfläche anfänglich sehr warm und werden durch Naturzirkulation gekühlt. Ihre Wärme wird wegen der abklingenden Radioaktivität sukzessive schwächer. Vergleicht man einen Behälter, der schon 15 Jahre dort steht, mit einem der gerade frisch angeliefert worden war (mit Brennelementen aus einem Kernkraftwerk oder mit verglasten Spaltprodukten aus einer Wiederaufarbeitungsanlage), so spürt man einen klaren Temperaturunterschied. Die Strahlung, die durch die 50 cm dicken Gusseisenwände noch nach aussen dringt ist so gering, dass der kurze Aufenthalt ohne irgendwelche Schädigung möglich ist. Man ist dabei nur einen halben Meter von den sehr stark radioaktiven Quellen entfernt. Im unterirdischen Endlager werden es dann 500 – 1‘000 Meter sein!
Feste (abgebrannte Brennelemente) oder verfestigte hoch radioaktive Abfälle (Glaskokillen) aus Kernkraftwerken und Wiederaufarbeitungsanlagen gibt es weltweit schon hunderttausende von Tonnen. Sie werde häufig über grosse Distanzen transportiert. Noch nie ist dabei ein Mensch einer zu hohen Strahlendosis ausgesetzt gewesen. Das erste geologische Tiefenlager wird 2020 in Finnland und das zweite in Frankreich ca. 2025 in Betrieb gehen. Australien plant ein internationales Endlager. Gegen gutes Geld will es in der Südprovinz hochradioaktive Abfälle vornehmlich aus asiatischen Ländern entgegennehmen. Das Beispiel könnte auch in Europa Schule machen obwohl die meisten europäischen Länder ihren hochaktiven Abfall im eigenen Land entsorgen wollen. Die EU sieht allerdings auch regionale Lager als Möglichkeit für die Endlagerung vor.

Dr. Hans Rudolf Lutz, Lostorf, 6. November 2016

 

Warum eigentlich Atomausstieg ?

Weil sie Kernkraftwerke nicht rentieren? Was rentiert denn noch bei der Elektrizitätserzeugung nach den beiden Energiewenden?  Eigentlich nur noch die Kohle, vor Allem die Braunkohle. Seit den beiden Energiewenden ist alles auf den Kopf gestellt. Anderswo auf der Welt scheinen Kernkraftwerke noch zu rentieren. (seit Fukushima 36 neu in Betrieb, 61 im Bau und 148 geplant)

Weil unsere Atommeiler alt sind? Es ist ein rüstiges Alter. Im Laufe der Jahre wurden sie immer wieder nachgerüstet und verbessert. Alter ist kein Grund zum Ausstieg.

Weil sie gefährlich sind? Sie werden kontinuierlich überwacht, durch die Betreiber, durch den Staat und nicht zuletzt durch die Atomgegner, die sich ja ständig um die geringsten Details kümmern. Soweit ist also für die Sicherheit gesorgt. Übrigens: Der Klimawandel ist viel gefährlicher als ein Kernkraftwerk!

Schliesslich: Es ist doch sonderbar, dass ein Tsunami in Japan die Elektrizitätswirtschaft zweier Länder komplett auf den Kopf stellen kann.

Dr. Alfred Bretscher, Bern, 23. Oktober 2016

 

„Solar Impulse“ – ein Impuls für die Fotovoltaik?

Herr Dr. Piccard, dessen persönlicher Einsatz und unglaubliche Ausdauer bewundernswert sind, verspricht sich von seiner Weltumrundung mit dem solar angetriebenen Motorsegler Impulse für die Weiterentwicklung der Fotovoltaik und deren Anwendungen. Dazu ist folgendes zu bemerken:

  1. Auf dem Gebiet der mit Fotozellen betriebenen Flugzeuge wird es keine Nachfolger geben. Das 170 Millionen Franken teure „Solar Impulse“ Motorsegler Experiment hat klar aufgezeigt, wo die Grenzen dieser Technik liegen. Sie ist viel zu teuer, nur bei Schönwetter brauchbar und fordert den Piloten Grenzleistungen ab. Zusätzliche Last oder gar Passagiere zu transportieren, ist ausgeschlossen.
  2. Die grössten Entwicklungsfortschritte der Fotovoltaik wurden in den 60er und 70er Jahren im Zusammenhang mit der Raumforschung und im Gefolge der Ölkrise gemacht. Seit Ende der 90er Jahre begann dann in zunehmendem Masse die Serienproduktion, welche zu den jetzt sehr tief gefallenen Preisen führte.
  3. Fotovoltaik ist keineswegs so sauber und umweltfreundlich, wie sie immer dargestellt wird. Je nach Strommix ihrer Herstellungsländer ist die CO2-Belastung pro kWh (über die ganze Lebensproduktionsdauer inkl. Entsorgung gerechnet) 10 bis 20 Mal höher als bei Wasserkraftwerken und etwa 5 mal höher als bei Kernkraftwerken. Solar Impulse ändert an dieser Tatsache nichts.
  4. Weder die Schweiz noch Deutschland bieten günstige Verhältnisse für fotovoltaische Stromerzeugung. Geografisch sind wir zu weit nördlich und wettermässig zu instabil, was auch Piccards Flugroutenwahl beeinflusste. Kein Impuls irgendwelcher Art kann diese geografisch-klimatischen Gegebenheiten zurecht biegen.

Hans-Rudolf Lutz, Lostorf, 31. Juli 2016

 

„Folgen Sie dem deutschen Atom-Ausstiegs-Pfad nicht!“

Diesen dringenden Aufruf an die übrige Welt erliess kürzlich Dr. Ralf Güldner, der Präsident des Deutschen Atom-Forums, anlässlich eines Interviews. Wenn der Welt höchste Priorität der Klimaschutz sei, dann müsse die Erhöhung der Nuklearkapazitäten als wichtiger Beitrag zur Minderung des CO2-Ausstosses betrachtet werden. Der überstürzte Atom-Ausstiegs-Entscheid Deutschlands ist nach Güldners Ansicht aus politisch-emotionalen Gründen erfolgt, welche einer wissenschaftlich-rationalen Prüfung nicht Stand halten. Er warnt weiter vor einer Stromknappheit zu Zeiten starker Nachfrage verbunden mit schwacher Wind- und Fotovoltaikproduktion. Es könnte dabei schwierig werden, die fehlenden Mengen aus dem Ausland zu beziehen, weil starke Nachfrage häufig in den möglichen Lieferländern synchron auftritt.

Was Dr. Güldner für Deutschland sagt, gilt auch für die Schweiz. Bundesrat und Parlament haben sich ja weitgehend am deutschen Pfad orientiert. Im Gegensatz zu Finnland oder, wie soeben bekannt wurde, Schweden. Dort hat nämlich das Parlament beschlossen, die bestehenden Kernkraftwerke sukzessive durch neue zu ersetzen.

Machen wir den Weg dazu frei und stimmen wir am 27. November klar NEIN zu der unsinnigen grünen Ausstiegsinitiative.

Hans-Rudolf Lutz, Lostorf, 29. Juni 2016

 

Indien will 6 neue 1000MW-Kernkraftwerke bauen

Eine Meldung, die nie den Weg in unsere Presse findet, die man aber am 8. Juni im Internet lesen konnte, lässt aufhorchen:

„Das Weisse Haus und Indien melden einen sechs-AP1000-Vertrag“

Indien hat sich zum Ziel gesetzt, seine Nuklearkapazität von gegenwärtig 5‘780 Megawatt (MW) bis zum Jahre 2022 auf 13‘480MW auszubauen. Präsident Obama hat einem Deal für die Lieferung von 6 Westinghouse AP1000- Kernkraftwerken an Indien zugestimmt.

Deutschland verfolgt den planmässigen Ausstieg aus der Kernenergie. Wenn es nach dem Willen des Bundesrats sowie dem Willen der Initianten der Initiative  „Für den geordneten Ausstieg aus der Atomenergie“ geht, soll auch die Schweiz Kernkraftwerke später oder früher abstellen und keine neuen mehr bauen dürfen.

Indien und mit ihm eine grosse Zahl weiterer Länder(wie z.B. China, Russland, England, Finnland, etc.) verfolgen aber den entgegengesetzten Weg. Der Kernenergieanteil am Energiemix wird erhöht, und zwar in zunehmendem Tempo.

Welche Politik ist nun besser resp. richtig? Am 27. November hat das Schweizer Volk Gelegenheit, darüber zu befinden. Ich empfehle schon jetzt den indischen Weg. Also, NEIN zur weder ökonomisch und ökologisch noch sicherheits- technisch zu begründenden Ausstiegsinitiative der Grünen.

Hans-Rudolf Lutz, alt Kantonsrat SVP, Lostorf, 9. Juni 2016

 

China auf dem Weg zur Nr. 1 auf dem Kernenergiesektor

Die USA waren für lange Zeit die führende Nation in Sachen Kernenergie. Noch immer ist es das Land mit den meisten in Betrieb befindlichen Kernreaktoren (rund 100). Nach einem Unterbruch von mehr als 20 Jahren sind jetzt auch 5 neue Anlagen wieder im Bau. Das ist aber wenig im Vergleich mit China. Dort werden im Moment 22 neue Kernkraftwerke gebaut und laut 5-Jahresplan sollen jährlich 6 bis 8 dazu kommen. Bis im Jahre 2025 wird China, falls alles weiter nach Plan verläuft, wohl die USA in der Anzahl Anlagen überholt haben. Der prozentuale Kernenergieanteil an der chinesischen Stromproduktion wird zu diesem Zeitpunkt allerdings immer noch unter 10% liegen, weil wegen des steigenden Strombedarfs der Kohleanteil nicht schneller zurückgefahren werden kann und daneben auch Strom aus erneuerbaren Energien (Wasser, Solar und Wind) stark forciert werden soll.

China wird sich bei der Kernenergie nicht nur mit dem Heimmarkt zufrieden geben, sondern, wie es USA, Japan, Korea, Russland, Frankreich und (früher!) Deutschland auch getan haben, als globaler Player auftreten. Ein erster Schritt ist bekanntlich in England erfolgt: An den zwei KKW’s in Hinkley Point beteiligt sich China finanziell und die Anlage Bradwell soll erstmals mit einem Reaktor chinesischer Bauart ausgerüstet werden! Man braucht kein grosser Prophet zu sein, um vorauszusehen, dass nach dem Projekt Bradwell weitere folgen werden. Vor allem auch deshalb, weil chinesische Kernkraftwerksanlagen schon heute mit deutlich geringeren Baukosten als anderswo erstellt werden.

So nebenbei sind in China auch die weltweit ersten 2 Reaktoren im Bau, die dank inhärenter Sicherheit keinen Brennstoffschmelzunfall erleiden können. Die dazu benutzte Technologie – nämlich Graphit-Kugel-Brennelemente – wurde ursprünglich von Deutschland entwickelt. Die bereits fertiggestellte und im Betrieb befindliche Pilotanlage in Jülich wurde dann aber im Jahre 1988 stillgelegt. Mit Heinrich Heine kann man zur Kernenergiegeschichte in unserem nördlichen Nachbarland nur sagen: „Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht“.

Weil die Mehrheit unserer National- und Ständerräte wie Lemminge hinter Frau Leuthard blindlings nachrennen, wird es einmal mehr das Schweizer Volk sein müssen, das dem ganzen Spuk „Energiewende ein Ende setzt. Die Chinesen werden (so, wie die Amerikaner in den 1960er Jahren) sehr gerne ihre Generation III+ Reaktoren in unserem Lande bauen, und zwar zu Konditionen, die uns wieder auf Jahrzehnte nicht subventionierte, günstige Strompreise garantieren.

Hans-Rudolf Lutz, alt Kantonsrat SVP, Lostorf, 3. März 2016